Ernst Blass

Die Schwangere

Laß deinen Körper an den Abend lehnen!
Der Tag war heiß. Nun ruhet Gottes Hand
Betäubend sanft auf dem entsonnten Land.
Ein Pfeifen weht daher von Schiffssirenen ...

Und Vogelrufe, die sich matt zerdehnen,
Sind über uns ... »Bist du sehr abgespannt?
Komm, deine Stirn ins Dämmrige zu lehnen,
In das sich spinnt die nahe Fichtenwand!«

Die Schwangere wie eine dumpfe Kuh
Vor einem Kornfeld stehend ist in Ruh.
Sie denkt fachmännisch an die nächste Zeit.

Ich dreh mich um und schau zur Stadt zurück
Und bin im Traum von einem weißen Glück,
Durch das die Engel weben weit und breit.

Seitenanfang / top


amazon  Gedichtinterpretationen - Gedichtanalysen


Impressum - Datenschutz