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Heinrich Seidel: Glockenspiel

III. Lieder


SOMMERFÄDEN

Still im Herbsteslicht der Sonnen
Stand der Blumen bunte Zier –
Sommerfäden, leicht gesponnen,
Woben sich von Dir zu mir.

Und wir Beide schritten sinnig,
Sprachen wenig – dachten viel –
Nur die Augen still und innig
Gaben Deutung diesem Spiel.

Jene Tage sind verstoben,
Jene Blumen sind versäet. ...
Sommerfäden, leicht gewoben,
Ach, wohin seid ihr verweht.

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