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Heinrich Seidel: Neues Glockenspiel

III. LIEDER


GRAUER HIMMEL, TRÜBE TAGE

Grauer Himmel – trübe Tage –
Keine Lust und keine Plage –
Weder Sturm noch Sonnenglanz –
Grauer Stunden dunkler Kranz.

Wie ein Schiff auf stillem Meer
Todt und traurig treibt umher,
Wie ein Mühlrad ohne Bach
Still verharr' ich Tag auf Tag.

Manchmal muss es doch gewittern!
Manchmal muss das Herz erzittern!
Muss in Leid und Freud erheben!
Wie so öd' ist sonst das Leben!

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