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Gustav Hermann Kletke

Herr Winter und die Kinder

Im weißen Pelz der Winter
steht lang schon vor der Tür.

»Ei guten Tag, Herr Winter!
Das ist nicht hübsch von dir.
Wir glaubten, du wärest wer weiß wie weit,
da kommst du auf einmal dahergeschneit.
Nun, da du schon hier bist, so mag's wohl sein;
doch sage, was bringst du uns Kindelein?«

»Was ich euch bringe, das sollt ihr wissen:
Sankt Nikolaus erst mit Äpfeln und Nüssen;
dann Christbaum mit Kerzen und Marzipan,
Lebkuchen, so viel ich schleppen kann;
darunter Puppen und Puppenstuben
und Zinnsoldaten für die Buben;
auch Bilderbücher, Wagen und Pferde,
und eine Krippe mit Hirten und Herde.
Dann lustige Fastnacht mit Tanz und Spiel,
Hanswurstel und Masken, ich weiß nicht wie viel;
auch Mäntel und Handschuh, und wollt ihr hübsch bitten,
so bring ich euch die schönsten Schlittschuh und Schlitten
und blankes Eis,
so viel ich weiß;
große Schneeballen
die euch gefallen,
und dann im Jänner
die größten Schneemänner.«

»Macht auf und lasst den Winter herein!
Er soll uns allen willkommen sein.«

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