mumag > Gedichtauswahl > Leuthold
mehr Waldgedichte

Heinrich Leuthold

Trauer

Rings Wald und Moor. Wie schwül die Luft!
Die Wildnis hier, wie abgelegen!
Gleich einer dunkelgrünen Gruft
Gähnt schweigend mir der See entgegen.

Ein Wasserhuhn huscht scheu empor
Und duckt sich wieder unterm Schilfe,
Gedehnt und wimmernd tönt vom Moor
Ein Laut oft wie ein Ruf um Hilfe.

Und fernher kalt und feierlich
Starrt das Gebirg mit seinen Gletschern,
Es spiegelt in den Wellen sich,
Die ums versunkne Pfahldorf plätschern.

Seitenanfang / top


Werbung amazon: Waldgedichte -
Gedichtinterpretationen - Gedichtanalysen



Impressum - Datenschutz