mumag > Gedichtauswahl > Morgenstern
mehr Mondgedichte

Christian Morgenstern

Das Mondschaf

Das Mondschaf steht auf weiter Flur.
Es harrt und harrt der großen Schur.
Das Mondschaf.

Das Mondschaf rupft sich einen Halm
Und geht dann heim auf seine Alm.
Das Mondschaf.

Das Mondschaf spricht zu sich im Traum:
»Ich bin des Weltalls dunkler Raum.«
Das Mondschaf.

Das Mondschaf liegt am Morgen tot.
Sein Leib ist weiß, die Sonn' ist rot.
Das Mondschaf.


Lunovis

Lunovis in planitie stat
Cultrumque magn' expectitat
Lunovis.

Lunovis herba rapta it
In montes, unde cucurrit.
Lunovis.

Lunovis habet somnium:
Se culmen rer' ess' omnium.
Lunovis.

Lunovis mane mortuumst.
Sol ruber atque ips' albumst.
Lunovis.

Seitenanfang / top

   Tweet

Werbung amazon: Mondgedichte -
Gedichtinterpretationen - Gedichtanalysen -
Bücher von und über Christian Morgenstern



Impressum - Datenschutz