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Rudolf G. Binding

Sonette der Verschmähten - Nr. 3

O Schmerz, ich glaubte dir du seist mir treu
und würdest ewig sein. Ich war bereit
für deine große stille Ewigkeit.
So fern war ich schon jenseits Wunsch und Reu.

Und einer kommt und alles ist wie neu
und jung und gut und wie vor alter Zeit.
Weil er nur ist ist alles frei und weit
und alles froh weil er nur sagte: Freu

dich wieder. – O mein Schmerz, ich stehe nackt
und ohne Wehr im Sturme seiner Nähe.
Komm, rette mich! Es hat mich angepackt.

Ich sehe ihn als ob ich nichts mehr sähe.
Es überströmt mich wie ein Katarakt
und ist doch süß in seiner großen Jähe.


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