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Rudolf G. Binding

Sonette der Verschmähten - Nr. 11

Unzerstörbar steigt das Vergängliche auf.
Ohne Trauer fällt die Fontäne zum Spiegel
den sie aufjauchzend verließ; und der Ewigkeit Siegel
ruht auf allem was blüht in sich endendem Lauf.

Lerchengesang und fliehender Vögel Heer
Löwen so fern und nächtiger Eulenschrei
lassen mich nicht und kommen und gehen vorbei
voll des Ewigen und des Vergänglichen leer.

Voller glühen die Tage. In Nächten verweht
nicht der Abschied des Lichts. In Lächeln nur weinen
Augen noch heimlich der Tränen die sie vergossen.

Er der Niegekommene kam. Und er geht
leicht um wiederzukehren: daß in dem einen
Selig-Umarmen sei das Vergehen beschlossen.


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