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Heinrich Heine

Fürchte nichts, geliebte Seele ...

(Zu „Angelique“ III)

Fürchte nichts, geliebte Seele,
übersicher bist du hier;
fürchte nicht, dass man uns stehle,
ich verriegle schon die Tür.

Wie der Wind auch wütend wehe,
er gefährdet nicht das Haus;
dass auch nicht ein Brand entstehe,
lösch ich unsere Lampe aus.

Auch, erlaube, dass ich winde
meinen Arm um deinen Hals;
man erkältet sich geschwinde
in Ermanglung eines Schals.

Aus dem Nachlaß. Nicht in „Neue Gedichte“ übernommen.

(eingesandt von J. Friedrich)

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