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Richard von Schaukal

Am Sarge

In Mitternacht noch einmal trat ich an den Sarg,
Der schweigend dich auf ewig mir Verstummte barg.

Ich küßte deine Stirne und die schmale Hand,
Die stets nur Blühendes mir um die Schläfe wand.

War dies der Frieden? Wirklich? Ach, dann lieb ich Not,
Sturm, Qual, das ganze Leben. Du bist hart, o Tod.

Quelle:
„Vom Reichtum der deutschen Seele – Ein Hausbuch deutscher Lyrik“
hrsg. v. Georg Virnsberg, verlegt bei Dollheimer, Leipzig, 1928

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