mumag > Gedichtauswahl > Schack
mehr Trauer- und Todesgedichte

Adolf Friedrich von Schack

Lieder der Trauer

4

Dem Herzen ähnlich, wenn es lang
Umsonst nach einer Träne rang,
Die seine Qual entbinde,
Sprengt nun die Erde, die erstarrt
Von Reif und Frost gebunden ward,
Die eis'ge Winterrinde.

Durch Wald und Feld, um Berg und See
Sprießt wuchernd auf ihr altes Weh
Und grünt in Zweig und Ranken
Und dunkelt in dem Himmelsblau
Und zittert in den Tropfen Tau,
Die an den Gräsern schwanken.

Nun, Gram um sie, die ich verlor,
Erstarrter, brich auch du hervor,
Um mit dem Strom zu fluten!
Im Blitz der Wolke sollst du glühn
Und mit den Nachtviolen blühn
Und in den Rosen bluten.


weiter zu 5 - Das singt und flötet in den Zweigen ...

Seitenanfang / top

   Tweet

Werbung amazon: Trauer- und Todesgedichte -
Gedichtinterpretationen - Gedichtanalysen



Impressum - Datenschutz